20. April 2014 Osterfeuer in Jeersdorf
Ein Artikel der Rotenburger Kreiszeitung vom 15.04.2014 - Lars Warnecke. Viel Mühe hat sich die Freiwillige Feuerwehr Jeersdorf mit der Vorbereitung des Osterfeuers gemacht. Doch gibt es Leute, die die Gelegenheit nutzen, ihren Abfall los zu werden.
So wurden auf dem Feld am Mühlenweg neben Ästen und Strauchschnitt auch große Baumstümpfe, Bauschutt und Sand entsorgt. „Diese Teile verbrennen nicht, sondern werden angekohlt und sind dann ,Sondermüll’ und sperrig noch dazu“, ärgert sich Ortsbrandmeister Frank Niewandt.
Der Gipfel der Funde, den die Kameraden bei einer Kontrolle am Wochenende gemacht hatten, sei dabei abgedeckter Bauschutt mit Sprühdosen für Bauschaum gewesen. „Das stammt wohl von dem Einbau einer Tür“, mutmaßt Niewandt, der sich – wie seine Kameraden auch – geschockt über die Dreistigkeit einiger Mitbürger zeigt. „Dieser Müll hat im Osterfeuer nun gar nichts zu suchen.“
Besonders gefährlich, so der 49-Jährige, seien die Sprühdosen, die bei Hitzeeinwirkung durch das Feuer explodieren und somit Besucher des Osterfeuers unter Umständen schwer verletzen können. „Auch schütteln wir nur mit dem Kopf über diejenigen, die bei einer unsachgemäßen Annahme sozusagen auf frischer Tat ertappt wurden und sich uneinsichtig zeigten – dafür fehlt uns jedes Verständnis!“
Inzwischen, so der Ortsbrandmeister, habe man über die Gemeinde Scheeßel bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. „Wir bitten die anständigen, gewissenhaften Jeersdorfer Bürger um Mithilfe bei der Suche nach den Verursachern dieser üblen Machenschaften“, appelliert Ortsbürgermeister Detlef Steppat.
Schon im vergangenen Jahr ist dem Ortsrat die illegale Entsorgung von Abfällen beim Osterfeuer teuer zu stehen gekommen. Schließlich haftet dieser als Veranstalter dafür, dass die gesetzlichen Richtlinien eingehalten werden und dass nur pflanzliche Materialien verbrannt werden. „Als Organisatoren sind wir für das Osterfeuer verantwortlich, wenn wir es mit Müllanteilen abbrennen würden, machen wir uns sogar strafbar“, sagt Steppat. Spätestens beim Umschichten des Feuers vor dem Abbrennen müsse das „falsche Brennmaterial“ entfernt und später fachgerecht entsorgt werden.
Aus gegebenem Anlass überlegen die Organisatoren nun, den Platz absperren und die Anlieferung von Baumschnitten nur noch zu bestimmten, bewachten Zeiten zuzulassen. Selbst ein Aus für die Traditionsveranstaltung will Ortsbrandmeister Frank Niewandt plötzlich nicht mehr ausschließen. Die Jeersdorfer müssten dann auf ihr Osterfeuer am Ostersonntag verzichten.
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